“Nicht mit falschen Federn schmĂŒcken”

Sehr verwundert reagiert die CDU-Fraktion in Langenfeld auf die Pressemitteilung der SPD, in der man sich selbst fĂŒr einen Antrag und deren Durchsetzung lobt. Es ging im Sozialausschuss vergangen Mittwoch um die Einrichtung eines runden Tisches zum Thema „preiswertes Wohnen in Langenfeld“. Ja, hier wurde dem SPD-Antrag von allen Seiten zugestimmt. Das Thema ist aber in Wirklichkeit viel Ă€lter und trĂ€gt die Handschrift der CDU.

AntrĂ€ge sind seitens der CDU bereits im Mai 2012 gestellt worden, um von der Stadt ausreichend Informationen zu erhalten, wie sich die Mietpreissituation verhĂ€lt. Dem wurde zugestimmt und die Stadt hat an Zahlen gearbeitet. Ein weiterer Antrag wurde dann zur letzten Ratssitzung des Vorjahres gestellt. Zeitgleich kam ein Ă€hnlich lautender Antrag von der SPD. Das ist aus Sicht der CDU sogar begrĂŒĂŸenswert, denn die Rahmenbedingungen fĂŒr Sozialen Wohnungsbau und auch gĂŒnstigere Mietpreise kann Langenfeld alleine gar nicht verĂ€ndern. Dieses Problem haben alle StĂ€dte im Umkreis und hier muss mit dem Land gesprochen werden. Daher war das Ziel von vorneherein ein Schulterschluss und gemeinsame Arbeit aller Fraktionen, da die Ansprechpartner in DĂŒsseldorf sitzen.

Wenn sich aber die SPD selbst auf die Schulter klopft fĂŒr die Einrichtung eines runden Tisches, dann ist die Grenze politischer Fairness weit ĂŒberschritten. Rolf Kamp, CDU Ratsherr im Sozialausschuss: „Wie weit ist es um die SPD geschehen, wenn man sich so mit fremden Federn schmĂŒckt. Unseren weitergehenden und frĂŒher formulierten Antrag haben wir in das Gesamtthema integriert und der SPD immer eine Zusammenarbeit zu signalisieren. Das Selbstlob ist hier ganz schlechter Stil“.

Die Aufgaben fĂŒr die Zukunft bezahlbaren Wohnraum in Langenfeld zu schaffen will die CDU trotz des Störfeuers nicht aus den Augen verlieren. Nur liegt hier der Arbeitsbereich außerhalb Langenfelds beim Land und dort kann man nur gemeinsam auftreten, wenn man etwas erreichen will. Rolf Kamp zum Abschluss: „Wenn die SPD zu Ende gefeiert hat, wĂŒrden wir gerne wieder zusammen an der Sache arbeiten“.