“Genau lesen, was man unterschreibt”

Da haben sich die Parteien im Rat der Stadt Langenfeld fast jahrelang mit dem Thema neue Schule beschĂ€ftigt und vor Weihnachten war die CDU froh, die wirklich fĂŒr die SchĂŒler beste Lösung gefunden zu haben – den Neubau einer Gesamtschule auf dem GelĂ€nde der Felix-Metzmacher Schule.

SĂ€mtliche Anregungen von außen wurden aufgenommen und in das Konzept ein gepflegt. Dazu gehört auch, dass Fassadenelemente der alten Schule und der Turm in den Neubau integriert wurden. Über den Vorstoß der BĂŒrgerinitiative, jetzt das gesamte GebĂ€ude zu erhalten, kann der Parteivorsitzende der CDU Langenfeld Hans-Georg Jansen nun aber nur den Kopf schĂŒtteln. „Solche Forderungen kann man nur stellen, wenn man nicht genĂŒgend Fachwissen hat und fĂŒr die Folgen selbst nicht aufkommen muss – nĂ€mlich deutlich höhere Kosten.“

FĂŒr die CDU war es immer wichtig, eine Lösung fĂŒr die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler zu finden. Große und lichtdurchflutete KlassenrĂ€ume, moderne FachrĂ€ume, Aufenthaltsmöglichkeiten fĂŒr den Ganztag, behindertengerechte Einrichtungen und vor allem ein Konzept der kurzen Wege.

Die CDU fragt daher ganz offen, ob wir unseren Kindern ein SchulgebĂ€ude zumuten wollen, dessen Baustruktur ĂŒber 100 Jahre alt und wirtschaftlich nicht mehr erhaltenswert ist mit kleinen Klassen und dicken WĂ€nden. „Ich ziehe dem Kind doch nicht das muffige Kleid von Oma an, nur weil ich es vor Jahrzehnten mal schick fand“ vergleicht hier Hans-Georg Jansen treffend das Ansinnen der BĂŒrgerinitiative. Und fĂŒr den Vorschlag mit einem Neubau auf der grĂŒnen Wiese kann Jansen ĂŒberhaupt kein VerstĂ€ndnis aufbringen. Aus Sicht der CDU kann man eine solche Idee nur verfolgen, wenn man selbst keine Verantwortung fĂŒr die millionenschweren Mehrkosten ĂŒbernehmen muss, mal abgesehen von den weiten Wegen und der FlĂ€che, die derzeit gar nicht zur VerfĂŒgung steht.

Es kommt schon nicht so oft vor, dass nahezu alle Fraktionen im Rat einem Projekt gemeinsam mit voller Überzeugung zustimmen. Alleine diese Tatsache zeigt, wie sehr sich alle mit dem Thema beschĂ€ftigt haben, um die beste Lösung fĂŒr Langenfeld unter wirtschaftlichen und fĂŒr die SchĂŒler unter schulischen Gesichtspunkten zu finden. Einzig die BGL hat sich hier ausgeklinkt und das Projekt nicht mitgetragen. Hier ĂŒbt aber die CDU Nachsicht, liegt das wohl an dem Umstand, dass die Vertreter der BGL nicht an allen Informationsveranstaltungen teilgenommen haben. Ohne das nötige Fachwissen kann man nun einmal keine richtigen Entscheidungen treffen.

Das BĂŒrgerbegehren ist ein demokratisches Grundrecht, daher fordert der CDU-Vorsitzende Hans-Georg Jansen die Langenfelder BĂŒrger auf: „Schauen Sie genau hin, bevor Sie den Kuli zĂŒcken und lesen Sie den Text auf der Unterschriftenliste sorgfĂ€ltig durch! Denken Sie an die Kinder und unsere Stadt! Und dann 
 unterschreiben Sie nicht!“.