CDU Langenfeld stellt Antrag auf Erlass einer Resolution zum geplannten RRX-Ausbau

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Langenfeld stellt f√ľr die n√§chste Ratssitzung einen Antrag auf Erlass einer Resolution durch den Rat der Stadt Langenfeld zum geplanten Ausbau der RRX-Strecke.¬†

R E S O L U T I O N

 Der Rat der Stadt Langenfeld fordert die Deutsche Bahn auf, die aktuell bekannten Planungen zum RRX-Ausbau dahingehend anzupassen, dass 


 Рein Schienenersatzverkehr zum Einsatz kommt, der die tatsächliche Zahl der S-BahnFahrgäste aufzunehmen im Stande ist; 

Рdie Bauplanung so angepasst wird, dass der Schienenersatzverkehr möglichst kleine Fahrstrecken ausgleicht, um eine Verdreifachung der Fahrzeit zu verhindern; 

Рder zwischen Juli 2022 und August 2023 vorgesehene, 14-monatige Bauabschnitt keinen dauerhaften Ausfall der S6 beinhaltet, sondern die Ausfallzeiten so weit wie machbar in die Ferien und an die Wochenenden verlegt werden und alle planerischen Maßnahmen ergriffen werden, um die S6 immer wieder mindestens abschnittsweise fahren zu lassen.  Dabei sind alle Zeitfenster bis zur geplanten Fertigstellung 2024 auszuschöpfen. 

¬†– die Stadt Langenfeld fr√ľhzeitig in die Planung einzubeziehen, um eine an den Nutzerinnen und Nutzern des √ĖPNV ausgerichtete, sinnvolle L√∂sung des Schienenersatzverkehrs zu realisieren¬†¬†¬†Begr√ľndung:¬†¬†Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) wird als zus√§tzliche Schnellverbindung in NRW mit einem Fertigstellungsfenster bis zur Fu√üball-Europameisterschaft in Deutschland im Jahr 2024 auch durch Langenfeld fahren. Daf√ľr wird auf dem Abschnitt zwischen K√∂ln-M√ľlheim und D√ľsseldorf-Benrath eine vollst√§ndige Erweiterung auf vier Gleise vorgenommen, also auch komplett auf Langenfelder Stadtgebiet.¬†

Vor wenigen Tagen hat die Deutsche Bahn angek√ľndigt, erste vorbereitende Ma√ünahmen bereits in den Osterferien zu beginnen. Dies f√ľhrt zun√§chst in den Osterferien zwischen dem 04. und 09. 04. 2020 zwischen K√∂ln-M√ľlheim und Langenfeld sowie zwischen dem 10. und dem 19. 04. 2020 zwischen K√∂ln-M√ľlheim und D√ľsseldorf Hauptbahnhof zum Ausfall der stark genutzten S-Bahn-Linie S6. Laut Ank√ľndigung der Bahn ist ferner auch in den Sommer- und den Herbstferien sowie an weiteren Wochenenden mit Ausf√§llen der S6 zu rechnen.¬†

Noch einschneidender wird die von der Deutschen Bahn angek√ľndigte Stilllegung der Linie S6 f√ľr einen Zeitraum von unzumutbaren 14 Monaten zwischen Juli 2022 und August 2023. Ein f√ľr uns nicht zu akzeptierender Einschnitt in den √ĖPNV, der unsere Stadt f√ľr mehr als ein Jahr quasi komplett von der direkten S-Bahn-Anbindung in die Metropolen K√∂ln und D√ľsseldorf abschneidet.¬†

Der durch die Bahn auf den Weg gebrachte sogenannte Schienenersatzverkehr mit eigens eingerichteten Buslinien soll nach Angaben der Bahn die ausfallende S6 ersetzen. Daf√ľr wird nach aktuellem Stand ein Gelenkbus eingesetzt, der anstatt der 18-min√ľtigen S-BahnFahrtzeit zwischen den Stationen Langenfeld Rhld. und K√∂ln-M√ľlheim 48 Minuten, also die fast dreifache Zeit ben√∂tigen wird.¬†

Dem Rat der Stadt Langenfeld ist bewusst, welche Bedeutung das Verkehrsprojekt RRX f√ľr das Land Nordrhein-Westfalen hat, nicht nur im Kontext mit dem Zeitfenster bis zur Fu√üball-Europameisterschaft, sondern auch mit Blick auf die St√§rkung des Wirtschaftsstandortes NRW.¬†

Aus unserer Sicht kann und darf aber ein solches Projekt nicht auf den Schultern vieler tausend Pendler und Arbeitnehmer sowie vieler Hundert Unternehmen lasten, die mehr als ein Jahr von einer bedarfsgerechten und nutzerfreundlichen √ĖPNV-Anbindung g√§nzlich abgeschnitten werden. F√ľr die Dauer der Bauma√ünahme m√ľssen zweckm√§√üige Alternativen zum Ausfall der S6 angeboten werden.¬†

Mit dieser Resolution m√∂chte der Rat der Stadt Langenfeld fr√ľhzeitig eine Planung und vor allem eine entsprechend b√ľrgerfreundliche Umsetzung auf den Weg bringen, die mehrere 100.000 Menschen im Einzugsgebiet der betroffenen √ĖPNV-Anbindungspunkte weiter ad√§quat versorgen und nicht unzumutbar belasten.¬†

Auch aus klima- und umweltpolitischen Gr√ľnden ist zu bedenken, dass bei der aktuellen Planungslage eine √ľberproportionale Steigerung des PKW-Individualverkehrs zu erwarten ist und wirksame Alternativen gefunden werden m√ľssen.¬†