Bürgermeister-Stichwahl in Langenfeld: Braschoss setzt auf Haushalt, Innenstadt und „Bewegung“
25. September 2025
Nach dem historisch schwachen CDU-Ergebnis bei der Kommunalwahl in Langenfeld – 30,2 Prozent und nur zweitstärkste Kraft hinter der BGL – will Bürgermeisterkandidat Dieter Braschoss in der Stichwahl gegen Gerold Wenzens Kurs auf Erneuerung setzen. Trotz eines Rückstands von 9,2 Prozent im ersten Wahlgang sieht er Chancen, die Stadt in den kommenden fünf Jahren „krisenfest und zukunftsorientiert“ auszurichten.
Schwerpunkte seiner Agenda:
Haushaltspolitik: Ein solider, generationengerechter Finanzkurs soll die Grundlage für politische Gestaltungsfreiheit bleiben.
Innenstadt & Stadtentwicklung: Mehr Aufenthaltsqualität, attraktivere Fassaden, ein vielfältigerer Einzelhandel. Projekte wie Markthalle, ISEK-Programm und die Sanierung der Stadthalle als „Wohnzimmer der Stadt“ sollen die Entwicklung sichtbar vorantreiben.
Großprojekte: Gewerbegebiet Reusrath Nord-West, ARA Neumann und Philipp-Reis-Straße – bislang nur angestoßen, künftig aber mit sichtbarer Umsetzung.
Zum Vorwurf des Stillstands verweist Braschoss auf gebundene Kapazitäten durch Corona, Energie- und Ukrainekrise. Nun aber seien „Chancenjahre“ angebrochen.
AfD im Stadtrat: Eine Zusammenarbeit lehnt er ab. Ob CDU-Fraktionen AfD-Anträgen zustimmen würden, will er offenhalten, betont jedoch: „Ich bin nicht jemand, der mit einer AfD zusammenarbeiten möchte.“
Verwaltung & Personalmangel: Braschoss räumt Defizite ein und will eine klare Priorisierung von Ratsbeschlüssen durchsetzen. „Der Ratsbeschluss, der uns als Stadt am ehesten weiterbringt, muss vorgezogen werden.“
Integrationsrat: Dessen bisherige Untätigkeit will er nicht hinnehmen. Künftig erwartet er Initiativen und Anträge, um Integration stärker sichtbar in die Stadtgesellschaft zu tragen.
Hier das komplette Interview aus „anzeiger24“: Interview